WirtschaftsBlatt. US-Staranwalt Ed Fagan will nächste Woche in New York eine erneute Klage gegen die mehrheitlich im Besitz des Landes
Kärnten stehende Hypo Alpe Adria Bank einbringen, berichtet "Format". Vor zwei Wochen will Fagan bereits eine Schadenersatzklage "in Höhe hunderter Millionen Dollar" eingebracht haben.
Die Hypo sei bei der
Finanzierung und Abwicklung des Kaufs der Wiener WMP Bank
AG, der späteren General Commerce Bank, in unerlaubten Börsehandel und Insiderhandel verwickelt gewesen, lautet der Vorwurf des US-Anwalts, der am kommenden Freitag in
Wien bei einer Pressekonferenz Dokumente vorlegen und eine der Kontrolle der Hypo Alpe Adria gewidmete Internet-Seite ("Hypowatch") freischalten will. Laut früheren Medienberichten will Fagan die Bank gerichtlich dazu zwingen, alle relevanten Geschäftsunterlagen aus den Jahren 1999 bis 2001 dem Gericht auszufolgen und Geldflüsse aus Immobiliengeschäften nach Osteuropa überprüfen lassen.
Die Hypo Alpe Adria weist die Vorwürfe zurück und gibt sich gelassen: "Anwalt Fagan kündigt seit Wochen Klagen gegen die Bank an. Bis zur Stunde ist in keinem US-Bundesstaat eine Klage gegen die Bank eingebracht worden", zitiert "Format" Hypo-Chef Klaus Kulterer.